Kollektives Schreiben

Mit unseren Vorstellung vom Kollektiven Schreiben setzen wir uns intensiv im einleitenden Kapitel des Buches auseinander. Den aktuellen Stand unserer Vorstellungen hier:

Klar ist, dass wir in unterschiedlichen Stilen schreiben. Dazu sind Kommentare und auch wertschätzende Kritik durchaus erwünscht, jedoch bitte nicht auf die Person abzielend oder pauschalisierend, sondern konkret und nah am Text. Wir respektieren den Text, die Idee, die Umsetzung und einander als Autor*innen und Personen.

Überall, wo jemand einen zusammenhängenden Text verfasst hat, bleibt dieser auch stilistische Grundlage – ein anderes Kapitel darf durchaus anders klingen, wir hoffen, dass eine gewisse stilistische Vielfalt Leser*innen eher anregt.

Schön wäre dabei nur stets das Bemühen um eine möglichst klare und verständliche Sprache; was eine klare und verständliche Sprache ausmacht, kann selbstverständlich diskutiert werden.

Wir haben verschiedene Arbeitsrhythmen. Der eine schreibt am Abend, die andere am Morgen, die eine jeden Tag, der andere an jedem zweiten Wochenende – das ist absolut verständlich und gut so.

Passiert es aber, dass ein*e Autor*in einen kontroversen Textabschnitt beisteuert, der in der Folge mit einer Reihe von Änderungsvorschlägen versehen wird, dann stellt sich auch die Zeitfrage: Bis wann kann der bzw. die Autor*in auf die Hinweise reagieren?

Wir arbeiten so, dass maximal zwei Wochen bleiben, um auf inhaltlich-textuelle Anmerkungen einzugehen – oder zumindest eine kurze Ansage zu machen, wann man darauf eingehen wird. Eine Erfahrung, die wir beim kollektiven Schreiben gemacht haben, war auch, dass sich ungelöste Fragen wie die, dass man nicht weiß, wie man weiterarbeiten soll, als hemmend erwiesen haben. Wir versprechen uns vom zweiwöchigen Antwortfenster eine flüssigere Arbeit am Text und einen regeren Austausch.

Sehr gerne diskutieren wir über all dies und halten Erfahrungen mit der bisherigen Arbeit am Buch fest.